
1. Mondfest im Jahr Samahin, findet am 11. Neumond im Jahr statt
also am 16.November 2009
Den meisten wird das Fest als Halloween bekannt sein, das ja in den letzten Jahren aus Amerika auch nach Deutschland geschwappt und sehr populär geworden ist. “Zubehör” wie Kürbisse, Hexenhüte und anderes gibt es vielenorts zu kaufen, und Halloween Parties sind regelrecht Mode geworden.
Samhain ist keltischen Ursprungs und findet seine christliche (natürlich später eingeführte) Entsprechung in dem Feiertag Allerheiligen. Der spätere Name “Halloween” ist auf “All Hallows´ Eve” zurückzuführen (englisch für: “Abend vor Allerheiligen”). Samhain ist ein Mondfest, d.h. eigentlich fällt es auf den Neumond rund um den Novemberanfang, doch der übliche Termin für Samhain ist die Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November.
In dieser Nacht ist die Grenze zwischen der Dieswelt und der Anderswelt sehr dünn. Die Geister der Toten statten ihren Familien und Freunden einen Besuch ab, wir zünden für sie Kerzen an und gedenken ihrer. Die Ernte ist eingefahren und man spürt das Ausatmen der Erde. Die dunkelste Zeit des Jahres beginnt. Rückzug und spirituelle Arbeit sind angezeigt.
Im Jahreskreis liegt Samhain dem Beltanefest genau gegenüber, beide Feste zusammen ergeben ein Ganzes so wie Yin und Yang. Von den meisten wird Samhain als das Neujahrsfest der Hexen betrachtet - so ist es wohl auch traditionell anzusiedeln, da die Kelten einen anderen Kalender führten und alles mit der Nacht bzw. wie das neue Jahr in der dunklen Zeit begann (deswegen auch der Neumond-Termin; sonst ist ja eher der Vollmond als Kennzeichnung üblich). Einige feiern heutzutage jedoch auch Jul als das letzte Fest des Hexenjahres, da danach die Tage wieder länger werden. Ich denke, daß Samhain ein geeigneter Zeitpunkt für den Beginn darstellt, da zu dieser Jahreszeit ein absoluter Tiefpunkt erreicht ist, von dem aus neu begonnen werden kann. In früherer Zeit, als es nur zwei Jahreszeiten gab, kennzeichnete Samhain übrigens auch den Beginn des Winters.
Bräuche, Sagen und Legenden , die dieses Fest begleiten
- Man stellt eine Kerze ins Fenster, damit die Geister der Toten sich nicht verirren und den rechten Weg heim finden.
- Etwas Wasser und ein Stück Brot wird für die Ahnen auf die Hausschwelle gestellt.
- Charakteristische Farben sind orange, dunkelgrün und braun.
- Der Kürbis ist das Symbol schlechthin für Halloween, obwohl er mit dem ursprünglichen Samhain nichts gemein hat. Als Laterne eingesetzt wurde der Kürbis tatsächlich erst so um das Jahr 1850 in den USA. Zu dieser Zeit gab es aufgrund einer großen Hungersnot besonders viele irische Einwanderer, die ihre Gewohnheit, ausgehöhlte Rüben als Laterne zu benutzen, auf den Kürbis übertrugen.
- Um Schutz vor verwirrten umherirrenden Geistern zu erlangen, die ihr altes Heim nicht finden, ist ebenfalls der Brauch entstanden, sich (sozusagen als “Tarnung”) gruselig zu verkleiden und lärmend durch die Gegend zu ziehen.
